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Antennenseminar des OV an der TAE (weitere Bilder)

Mitgliederversammlung OV Esslingen P02

Filed under: Aktuelles, Kalender | dg1psi @ 2015-02-24 2:35:50 pm
05. Mrz 2015
19:00

Mitgliederversammlung OV-Esslingen, P02

Einladung zur Mitgliederversammlung am Donnerstag, den 05.03.2015 um 19:00 Uhr in unserem Clublokal:

Hotel Traube
Im Gehren 6
73732 Esslingen-Liebersbronn

Der Vorstand bittet um eine zahlreiche Teilnahme.

Mit vy73
Bernd/DC9SS/OVV P02

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Wie man heute Antennen baut, oder… Simulation vs. Realität

Filed under: Aktuelles, Aus dem OV | dj4pk @ 2015-02-18 5:01:21 pm

Ich verfolge regelmäßig in diversen Foren die Beiträge, bei denen vor allem OMs mit weniger Erfahrung oder Neulinge, Fragen stellen, mit welcher Antennenform sie in Ihrer Situation am besten klar kommen könnten. Und regelmäßig gerät die Diskussion leicht ausser Kontrolle, weil die Vorstellungen zwischen platzbeschränkten Stadtbewohnern und platzverwöhnten Landbewohnern doch leicht differieren.

Aber auch eine entsprechende Vorbelastung aus Erfahrung und Studium spaltet hier oft die Gemüter. So liest man nicht selten in den Beschreibungen schon mögliche Vorgaben an die Ausführung der geplanten Antenne. Gartenhütte mit Blechdach direkt unter der Antenne, die nur wenige Meter darüber hinweg läuft, mehrfach abgewinkelte Drähte, Teile davon parallel zu Hauswänden oder letztendlich mehr oder weniger niedrig über Grund und zwischen den Häuser aufgehängt.

Hier hilft es dem Fragestellenden meist wenig, wenn man ihm empfiehlt: Simuliere das doch mal „kurz“ in Eznec oder mmana. Doch genau das machen viele OMs. Wer bitte kann bei solch denkbar ungünstigen Voraussetzungen eine Simulation mit einem der genannten Programme überhaupt reproduzierbare Ergebnisse erwarten? Wer kennt seine Bodenverhältnisse soweit, dass er weiß, was er dort berücksichtigen muss? Was macht das Blechdach aus meiner Symmetrie? Wie beeinflusst die Hauswand den Dipol und die vielen Knicks?

Manchmal denke ich, wo ist nur der Forscherdrang von geblieben? Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich meinen ersten Drahtdipol für Kurzwelle mit der Hand am Arm berechnet habe, dann einfach aufgespannt und zurückgefaltet, solange, bis das SWR in Ordnung war. Und dann einfach mal Betrieb gemacht und ausprobiert, Baken gehört und verglichen! Nein, irgendwie macht das keiner mehr. Hier vertrauen manche auf die schönen bunten Bildchen der Simulation, schalten das Hirn ab und fangen erst gar nicht an, etwas aufzubauen, wenn nicht die überproportionalen Ergebnisse zu erwarten sind.

Warum haben viele unserer wirklich verrückten Antennen funktioniert? Vielleicht, weil wir einfach nicht genau wussten, was tatsächlich passiert? Und ist es nicht wirklich so, dass die Antenne, die bei OM Fritz funktioniert bei OM Franz völlig daneben sein kann? Wo ist unser Ausprobiergeist geblieben?

Wer wieder zu basteln anfängt und mit einfachen Mitteln die Grundberechnung macht und tatsächlich mit “Try an Error” arbeitet, der wird vielleicht manche Stunde mehr an der frischen Luft sein als an der Station, er wird aber auch mehr Erfahrung sammeln bezüglich was geht und was nicht. Praxis ist durch nichts zu ersetzen, außer durch noch mehr Mut zur Praxis.

Wer einen stark begrenzen Bauraum für seine Antenne hat, der sollte bitte nicht bei OM Peter fragen, der den Fullsize-Dipol für 160m an der kurzen Seite seines Grundstücks in 40m Höhe aufgespannt hat, denn der wird immer behaupten, dass die 27m Draht mit Tuner in 8m Höhe nie wirklich funktionieren werden…

In diesem Sinne, scheut euch nicht, eure Gedanken von Antennen, wenn sie wenigstens halbwegs der Physik entsprechen, einfach auszuprobieren. Wenn ich nur einen doppelt gefalteten Dipol bauen kann, wird dieser die beste Antenne sein, die ich bekommen kann. Und selbst ich, mit meiner “speziellen”  Kugelantenne nach dem Prinzip von DL7AHW, erreiche Moskau, Arabien und die USA. Vielleicht nicht immer und nicht so stark wie bei manch Anderem, aber es geht! Und das ist für mich die beste Antenne, weil ich keinen großen Draht spannen darf.

In diesem Sinne wünsche ich allen viel Freude in der kommenden Bastelperiode.

Euer Stefan, DL8SFZ

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Neues von DMR (von Stefan, DL8SFZ)

Filed under: Aktuelles | dj4pk @ 2014-12-03 10:49:42 am

Hallo liebe Leser, es gibt für die Neulinge der DMR-Funktechnik ein paar interessante Informationen. Wie bei meinem letzten Posting zu DMR sprach ich immer wieder von den einzelnen Talkgroups und deren Funktionalität. Der eine oder andere von uns erinnert sich vielleicht noch:

Talkgroup 1 (TG1) – Weltweit
TG2 – Europa
TG262 – Deutschland
TG20 – DACH (Deutschland, Österreich, Schweiz)
TG8 – Regional
TG9 – Lokal

Es gibt im Prinzip zwei DMR-Netze zwischen denen man wählen kann. Das Motorola-Netz und das Hytera-Netz. Das Motorolanetz funktioniert nach wie vor mit diesen Talkgroups in dieser Verteilung. Aber das Hytera-Netz hat seit kurzem eine sehr interessante Neuerung: Hier gibt es nicht mehr nur Talkgroups, sondern auch regionale Reflektoren, die man anwählen kann. Was ist nun der Vorteil?

Auf dem Motorolanetz ist es nach wie vor so, dass wenn man einen Funkfreund irgendwo in Deutschland rufen will, einfach auf der “TG262″ ruft. Somit aktiviert man alle Relais in ganz Deutschland. Dies ist nicht wirklich effizient und passt nur, wenn man nicht wirklich weiß, wo sich dieser Funkfreund befindet.

Das Hyteranetz hat dazu auf dem “Zeitschlitz 2″ die Funktion eingeführt, dass man gezielt vorwählen kann, wo mein Ruf ausgesendet werden soll. So kann ich hier in Baden-Württemberg den Reflektor 4006 für das Ruhrgebiet wählen und z.B. ganz gezielt nur dort meinen Ruf absetzen. Das spart Strom, Kapazität und erhöht die Flexibilität gezielter rufen zu können.

Wer bereits mit D-Star gearbeitet hat, der kennt das Prinzip und wird sich sehr schnell damit zurechtfinden.

Und was ist mit dem Motorolanetz?

DMR entwickelt sich kontinuierlich weiter. Im Moment ist Hytera mit etwas Vorsprung dabei. Auch Motorola wird wahrscheinlich in absehbarer Zeit mit ähnlichen Features aufwarten. Hier arbeiten die Kollegen an Lösungen, bei denen sie in großem Umfang Probleme überwinden müssen. Es wird aber spannend bleiben, was hier noch alles kommen wird.

Für diejenigen, die sich am Notfunk beteiligen wird DMR ebenfalls eine interessante Spielwiese bleiben. Durch die Anbindung von DMR-Relais an das HamNet wäre es durchaus möglich, bei Ausfall des Internets trotz allem Funkkontakt über die Relais zu halten. In Österreich ist dies bereits schon mehrfach umgesetzt. Schauen wir mal, bis wann DB0FST, wenn es dann online ist, ebenfalls diesen Schritt machen kann.

Gruß
Stefan, DL8SFZ

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Update zur Rosetta-Mission (von Stefan, DL8SFZ)

Filed under: Aktuelles | dg1psi @ 2014-11-16 12:59:13 pm

Philae ist gelandet, zwar nicht ganz so, wie es sich die Forscher erhofft hatten, aber sie steht auf dem Kometen. Noch steht sie nicht so, wie sie eigentlich sollte, aber zumindest bewegt sie sich im Moment nicht.

Die ersten Bilder sind empfangen und zeigen, dass Philae in einem Loch oder dicht hinter einer Wand steht, sodass die Solarzellen nicht richtig von der Sonne bestrahlt werden. Dies bedeutet, dass das Aufladen der Batterien deutlich länger dauern wird. Dennoch gilt das Projekt bis jetzt schon als voller Erfolg!

Hier ein paar Informationen über die technische Herausforderung an die Kommunikation:

Rosetta sendet mit rund 548 Watt an seinen Antennen. Das klingt jetzt nach viel, aber Rosetta ist auch rund 360 Mio km von der Erde entfernt! Das bedeutet, dass von dem relativ starken Signal nach dieser langen Strecke nur noch -225.69 dBW oder 2.7E-23 W übrig bleiben.

In ausgeschriebener Zahl: 0.0000000000000000000000270 Watt!

Das ist praktisch nichts, was hier auf der Erde ankommt. Deshalb braucht man zum Empfang auch eine Satellitenschüssel mit 1000m² Fläche, die einen Gewinn von 68.3dBi hat. Das ergibt dann eine verbleibende Empfangsleistung von 1,83 Femto Watt, also immer noch 1,83 E-16 Watt! Damit man das Signal überhaupt aus dem Rauschen herausfiltern kann, wird der eigentliche Empfängerteil auf minus 260 Grad gekühlt, um möglichst wenig Rauschen selbst zu erzeugen.

Im Vergleich dazu: Das GPS-Signal, das von den GPS-Satelliten auf die Erde gesendet wird, liefert an den Antennen der Handys oder Navigeräten an einer Flächenantenne mit 2cm² eine Leistungsstärke von ca. 10 Picowatt, das ist immer noch 5000 mal stärker als das Signal von Rosetta!

Und wie kommen die Kommandos von der Erde zur Sonde? Die ESA sendet dazu mit einer Leistung von 20 KW an der beschriebenen Antenne mit 1000m² an Fläche und 68 dBi Gewinn.

Pech für den Vogel, der im falschen Moment vor dieser Antenne vorbei fliegt….

Wird bei neuen Informationen fortgesetzt!

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Rosetta, bitte melden! (von Stefan, DL8SFZ)

Filed under: Aktuelles | dg1psi @ 2014-11-09 12:12:45 pm

Am Mittwoch, den 12.11.2014 wird ein Ereignis stattfinden, dass vom Aufwand und Ergebnis schon recht nahe an die erste Mondlandung kommen wird. Die Sonde Rosetta, im Jahr 2004 mit einer Ariane-5-Rakete von Kouru aus gestartet und nach mehreren Swing-By-Manövern an Erde und Mars auf Kurs gebracht, nähert sich nun langsam dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko und soll am Mittwoch bei einem sehr langsamen Überflug über Diesem die Landeeinheit Philae abesetzen.

Diese Einheit mit einer Masse von 100kg wird sich dann alleine durch die Schwerkraftwirkung des Kometen langsam auf seine Oberfläche absenken und unmittelbar nach dem Aufsetzen von Bohrankern und Harpunenpfeilen gesichert werden. Diese Sicherungsmaßnahmen sind notwendig, da die Schwerkraft des Kometen so gering ist und die Sonde mit nur 1g Gewicht auf die Oberfläche gedrückt werden wird.

Ab 17.00 Uhr MEZ wird das Erste und der Sender MDR, und sicherlich auch noch weitere Sender, das Ereignis übertragen.

Interessant bei der Sache: Die Sonde ist soweit von der Erde entfernt, dass die Funksignale rund eine halbe Stunde durch das Weltall unterwegs sind, bis sie hier eintreffen werden. Die komplette Steuerung funktioniert also automatisch, da durch diese große Entfernung ein direktes Eingreifen unmöglich ist.

„Amateuerfunk“ kommerziell genutzt! Oder so ähnlich….

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