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Bastelaktion “EMV-Spion” !

Neues von DMR (von Stefan, DL8SFZ)

Filed under: Aktuelles | dj4pk @ 2014-12-03 10:49:42 am

Hallo liebe Leser, es gibt für die Neulinge der DMR-Funktechnik ein paar interessante Informationen. Wie bei meinem letzten Posting zu DMR sprach ich immer wieder von den einzelnen Talkgroups und deren Funktionalität. Der eine oder andere von uns erinnert sich vielleicht noch:

Talkgroup 1 (TG1) – Weltweit
TG2 – Europa
TG262 – Deutschland
TG20 – DACH (Deutschland, Österreich, Schweiz)
TG8 – Regional
TG9 – Lokal

Es gibt im Prinzip zwei DMR-Netze zwischen denen man wählen kann. Das Motorola-Netz und das Hytera-Netz. Das Motorolanetz funktioniert nach wie vor mit diesen Talkgroups in dieser Verteilung. Aber das Hytera-Netz hat seit kurzem eine sehr interessante Neuerung: Hier gibt es nicht mehr nur Talkgroups, sondern auch regionale Reflektoren, die man anwählen kann. Was ist nun der Vorteil?

Auf dem Motorolanetz ist es nach wie vor so, dass wenn man einen Funkfreund irgendwo in Deutschland rufen will, einfach auf der “TG262″ ruft. Somit aktiviert man alle Relais in ganz Deutschland. Dies ist nicht wirklich effizient und passt nur, wenn man nicht wirklich weiß, wo sich dieser Funkfreund befindet.

Das Hyteranetz hat dazu auf dem “Zeitschlitz 2″ die Funktion eingeführt, dass man gezielt vorwählen kann, wo mein Ruf ausgesendet werden soll. So kann ich hier in Baden-Württemberg den Reflektor 4006 für das Ruhrgebiet wählen und z.B. ganz gezielt nur dort meinen Ruf absetzen. Das spart Strom, Kapazität und erhöht die Flexibilität gezielter rufen zu können.

Wer bereits mit D-Star gearbeitet hat, der kennt das Prinzip und wird sich sehr schnell damit zurechtfinden.

Und was ist mit dem Motorolanetz?

DMR entwickelt sich kontinuierlich weiter. Im Moment ist Hytera mit etwas Vorsprung dabei. Auch Motorola wird wahrscheinlich in absehbarer Zeit mit ähnlichen Features aufwarten. Hier arbeiten die Kollegen an Lösungen, bei denen sie in großem Umfang Probleme überwinden müssen. Es wird aber spannend bleiben, was hier noch alles kommen wird.

Für diejenigen, die sich am Notfunk beteiligen wird DMR ebenfalls eine interessante Spielwiese bleiben. Durch die Anbindung von DMR-Relais an das HamNet wäre es durchaus möglich, bei Ausfall des Internets trotz allem Funkkontakt über die Relais zu halten. In Österreich ist dies bereits schon mehrfach umgesetzt. Schauen wir mal, bis wann DB0FST, wenn es dann online ist, ebenfalls diesen Schritt machen kann.

Gruß
Stefan, DL8SFZ

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Update zur Rosetta-Mission (von Stefan, DL8SFZ)

Filed under: Aktuelles | dg1psi @ 2014-11-16 12:59:13 pm

Philae ist gelandet, zwar nicht ganz so, wie es sich die Forscher erhofft hatten, aber sie steht auf dem Kometen. Noch steht sie nicht so, wie sie eigentlich sollte, aber zumindest bewegt sie sich im Moment nicht.

Die ersten Bilder sind empfangen und zeigen, dass Philae in einem Loch oder dicht hinter einer Wand steht, sodass die Solarzellen nicht richtig von der Sonne bestrahlt werden. Dies bedeutet, dass das Aufladen der Batterien deutlich länger dauern wird. Dennoch gilt das Projekt bis jetzt schon als voller Erfolg!

Hier ein paar Informationen über die technische Herausforderung an die Kommunikation:

Rosetta sendet mit rund 548 Watt an seinen Antennen. Das klingt jetzt nach viel, aber Rosetta ist auch rund 360 Mio km von der Erde entfernt! Das bedeutet, dass von dem relativ starken Signal nach dieser langen Strecke nur noch -225.69 dBW oder 2.7E-23 W übrig bleiben.

In ausgeschriebener Zahl: 0.0000000000000000000000270 Watt!

Das ist praktisch nichts, was hier auf der Erde ankommt. Deshalb braucht man zum Empfang auch eine Satellitenschüssel mit 1000m² Fläche, die einen Gewinn von 68.3dBi hat. Das ergibt dann eine verbleibende Empfangsleistung von 1,83 Femto Watt, also immer noch 1,83 E-16 Watt! Damit man das Signal überhaupt aus dem Rauschen herausfiltern kann, wird der eigentliche Empfängerteil auf minus 260 Grad gekühlt, um möglichst wenig Rauschen selbst zu erzeugen.

Im Vergleich dazu: Das GPS-Signal, das von den GPS-Satelliten auf die Erde gesendet wird, liefert an den Antennen der Handys oder Navigeräten an einer Flächenantenne mit 2cm² eine Leistungsstärke von ca. 10 Picowatt, das ist immer noch 5000 mal stärker als das Signal von Rosetta!

Und wie kommen die Kommandos von der Erde zur Sonde? Die ESA sendet dazu mit einer Leistung von 20 KW an der beschriebenen Antenne mit 1000m² an Fläche und 68 dBi Gewinn.

Pech für den Vogel, der im falschen Moment vor dieser Antenne vorbei fliegt….

Wird bei neuen Informationen fortgesetzt!

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Rosetta, bitte melden! (von Stefan, DL8SFZ)

Filed under: Aktuelles | dg1psi @ 2014-11-09 12:12:45 pm

Am Mittwoch, den 12.11.2014 wird ein Ereignis stattfinden, dass vom Aufwand und Ergebnis schon recht nahe an die erste Mondlandung kommen wird. Die Sonde Rosetta, im Jahr 2004 mit einer Ariane-5-Rakete von Kouru aus gestartet und nach mehreren Swing-By-Manövern an Erde und Mars auf Kurs gebracht, nähert sich nun langsam dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko und soll am Mittwoch bei einem sehr langsamen Überflug über Diesem die Landeeinheit Philae abesetzen.

Diese Einheit mit einer Masse von 100kg wird sich dann alleine durch die Schwerkraftwirkung des Kometen langsam auf seine Oberfläche absenken und unmittelbar nach dem Aufsetzen von Bohrankern und Harpunenpfeilen gesichert werden. Diese Sicherungsmaßnahmen sind notwendig, da die Schwerkraft des Kometen so gering ist und die Sonde mit nur 1g Gewicht auf die Oberfläche gedrückt werden wird.

Ab 17.00 Uhr MEZ wird das Erste und der Sender MDR, und sicherlich auch noch weitere Sender, das Ereignis übertragen.

Interessant bei der Sache: Die Sonde ist soweit von der Erde entfernt, dass die Funksignale rund eine halbe Stunde durch das Weltall unterwegs sind, bis sie hier eintreffen werden. Die komplette Steuerung funktioniert also automatisch, da durch diese große Entfernung ein direktes Eingreifen unmöglich ist.

„Amateuerfunk“ kommerziell genutzt! Oder so ähnlich….

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Antennen-Workshop an der TAE. Ein Kommentar von Stefan, DL8SFZ

Filed under: Aktuelles | dg1psi @ 2014-10-19 6:57:50 pm

Gestern, am Samstag den 18.10.2014, war es soweit. Das lange angekündigte Seminar über Antennen fand an der Technischen Akademie Esslingen statt.

Initiiert vom OV P02 und durchgeführt von Bernd, DC9SS, der die Eröffnungsansprache hielt und uns mit den Gegebenheiten sowie dem Ablauf des Seminar vertraut machte, Rolf, DL3AO, der mit seinen Ausführungen die Grundlagen zeigte, auf das die modernen Simulationsprogramme aufbauen, Jochen, DL6JH, der die Anwendung des Simulationsprogramms 4NEC2 zeigte und Prof. Dr. Pauli, der mit seinem Vortrag aufzeigte, was es alles für Antennen gibt, wie und wo sie eingesetzt werden und wie die ganzen Kenngrößen zustande kommen, die eine Antenne definieren.

Über 70 Zuhörer fanden sich pünktlich um 9 Uhr in Nellingen in der TAE ein, um den Tag interessiert zu verbringen. Es wurden einige Fragen gestellt, die ausführlich beantwortet wurden und nach meinem Empfinden jedem das Verständnis für Antennen, Simulationen und Realität näher gebracht hat.

Prof. Pauli führte auch den praktischen Teil des Seminars durch, bei dem drei Antennentypen, ein Dipol, eine elektrische Loop und eine magnetische Loop verglichen wurden.

Es war sehr interessant, wie die ganzen Zusammenhänge beim Messen beachtet werden müssen, um auch wirklich vergleichbare Ergebnisse zu erhalten.

Ein großes Lob an die Verantwortlichen für die gelungene Veranstaltung, die tolle Örtlichkeit, das perfekte Essen und den reibungslosen Ablauf. Außerdem an die Referenten, die sich viel Mühe gemacht haben, uns allen die Technik näher zu bringen.

Einen Dank auch an alle Gäste, die sich zu diesem Seminar eingefunden und somit auch wesentlich zum Gelingen beigetragen haben.

Gruß
Stefan, DL8SFZ

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Antennen-Workshop an der Technischen Akademie Esslingen

Filed under: Aktuelles, Aus dem OV | dj4pk @ 2014-10-04 10:13:56 pm

Wir laden herzlich zum ganztägigen Antennen-Workshop an der Technischen Akademie Esslingen ein!

Unter dem Stichwort “Antennen in Ihrer Umgebung” – “Drei Antennentypen – Dipol, QuadLoop und MagLoop werden praktisch und theoretisch verglichen”
führt Bernd Hendrych, DC9SS durch die Veranstaltung, die hier gebucht werden kann: Anmeldung.
Zu den Referenten gehören: Prof. Dipl.-Ing. P. Pauli, Prof. Dr. Rolf Schick DL3AO sowie J. Hassler DL6JH.
Details zum Veranstaltungsort und dem umfangreichen Tagesprogramm findest Du hier: Einladung und Programm.

Wir freuen uns auf Deine Teilnahme!

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