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Antennenseminar des OV an der TAE (weitere Bilder)

Reverse Beacon Network (von Stefan, DL8SFZ)

Filed under: Technik | dg1psi @ 2015-05-02 11:53:44 am

Reverse Beacon Network – das System um zu sehen, wie gut man gehört werden kann!

Wenn der „echte“ Funkamateur noch an seinen Geräten arbeitet oder sogar über den Platz verfügt, mehrere Antennen aufzubauen, da interessiert es ihn dann doch recht oft, was die Arbeit gebracht hat. Man will wissen, ob die 2dB mehr Leistung auch wirklich was bringen oder ob die neue Antenne mit der Alten mithalten kann. Für so etwas waren früher immer ein paar Gegenstationen notwendig, in der Hoffnung, dass deren S-Meter wenigstens halbwegs verlässliche Werte hergibt. Neuerdings gibt es über die Welt verteilt webSDR-Stationen, bei denen man sich einloggen muss und dann sein eigenes Signal hören kann. Doch wer das schon einmal gemacht hat der weiß, dass die Ergebnisse nicht immer sehr eindeutig sind und auch nicht jeder überall den Zugang hat, die webSDR zu nutzen.

Doch jetzt gibt es was Neues, weltweit und von jedem zu gebrauchen. Eindeutige Werte ohne persönliche Verfälschung und unmittelbar!

Reverse Beacon Network heißt das Zauberwort und wird von einigen Funkamateuren rund um die Welt praktiziert. Dahinter verbergen sich keine großen Geheimnisse, sondern Funkstationen, die z. B. mehrere Frequenzbereiche scannen und über den PC nach Rufzeichen in CW oder PSK31 Ausschau halten, die empfangenen Signale auswerten und online im Internet zur Verfügung stellen.

Die Hauptseite findet Ihr hier: http://www.reversebeacon.net/index.php

Auf der ersten Seite wird alles etwas beschrieben und auf der Main-Seite geht’s dann los. Oben auf der Karte kann man die rufenden Stationen sehen und die Gegenstationen, die das Signal gehört haben.

Darunter findet man dann eine Liste, die noch mehr Informationen zeigt:
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Die erste Spalte zeigt die Spotter / Skimmer, die mich gehört haben. Es wird die Frequenz und der Betriebsmodi angezeigt und den jeweiligen Wert über dem Rauschen, mit dem man empfangen wurde. Es zeigt einem dann auch noch die Gebegeschwindigkeit an, sowie Uhrzeit und Datum.

Wer sich selber abhören will, muss folgende Vorgehensweise anwenden:
Auf dem gewünschten Band in cw geben:

test test test test de „Rufzeichen“, „Rufzeichen“, „Rufzeichen“, „Rufzeichen“, „Rufzeichen“ test, test, test, test, test, „Rufzeichen“ „Rufzeichen“ „Rufzeichen“ „Rufzeichen“ „Rufzeichen“

Man kann anstatt „test“ auch noch cq rufen, nur dann besteht eben auch die Möglichkeit, dass eine Station antwortet. Das Rufzeichen sollte man etwa vier bis fünf mal geben, damit die Skimmer es eindeutig identifizieren können.

Danach auf die angegebene Homepage (Reverse Beacon Network), dort auf „Main“ gehen und dann auf die blaue Schrift „search spot by callsign“. Dort trägt man dann sein eigenes Rufzeichen ein und bestätigt mit Return. Anschließend werden dann die Karte und Liste angezeigt.

Es macht Spaß dieses Reverse Beacon Network immer wieder mal zu rufen und zu sehen, wie denn die Ausbreitung gerade so geht! Nicht nur Eurpoa, nein, weltweit sind die Stationen aktiv und man kann sofort schön vergleichen, wie gut man wo gehört werden kann!

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Gruß
Stefan, DL8SFZ

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Morsetelegraphie, der Urknall der modernen Digitaltechnik! (von Stefan, DL8SFZ)

Filed under: Aktuelles | dg1psi @ 2015-04-02 8:22:31 am

Jetzt hat sie es geschafft, den Sprung zum Immateriellen Kulturerbe, die alte Morsetelegraphie. Viele glauben ja schon, dass es diese wunderbare Betriebsart nahezu nicht mehr gibt, doch in den Kreisen der Funkamateure ist es eine Betriebsart, die auch heute, oder erst recht heute Ihre Daseinsberechtigung hat.

Doch was ist das Besondere an diesem Gepiepse?
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Bericht zur Jahreshauptversammlung 2015 am 05.03.2015 (Stefan, DL8SFZ)

Filed under: Aktuelles | dg1psi @ 2015-03-08 4:04:22 pm

Am Donnerstag, den 05.03.2015 hat der Ortsverband Esslingen seine diesjährige Hauptversammlung mit 20 Minütiger Verspätung abgehalten. Dieses Jahr waren insgesamt 28 Mitglieder anwesend.

Nach der Begrüßung begann Bernd, DC9SS mit einem kurzen Rückblick über die Aktivitäten des vergangenen Jahres. Hier stand eindeutig das Antennenseminar im September im Fokus. Dieses Event verschlang die meiste Kapazität unserer aktiven Mitglieder, war aber auch mit Abstand das erfolgreichste Ereignis rund um das Vereinsleben.
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Wie man heute Antennen baut, oder… Simulation vs. Realität

Filed under: Aktuelles, Aus dem OV | dj4pk @ 2015-02-18 5:01:21 pm

Ich verfolge regelmäßig in diversen Foren die Beiträge, bei denen vor allem OMs mit weniger Erfahrung oder Neulinge, Fragen stellen, mit welcher Antennenform sie in Ihrer Situation am besten klar kommen könnten. Und regelmäßig gerät die Diskussion leicht ausser Kontrolle, weil die Vorstellungen zwischen platzbeschränkten Stadtbewohnern und platzverwöhnten Landbewohnern doch leicht differieren.

Aber auch eine entsprechende Vorbelastung aus Erfahrung und Studium spaltet hier oft die Gemüter. So liest man nicht selten in den Beschreibungen schon mögliche Vorgaben an die Ausführung der geplanten Antenne. Gartenhütte mit Blechdach direkt unter der Antenne, die nur wenige Meter darüber hinweg läuft, mehrfach abgewinkelte Drähte, Teile davon parallel zu Hauswänden oder letztendlich mehr oder weniger niedrig über Grund und zwischen den Häuser aufgehängt.

Hier hilft es dem Fragestellenden meist wenig, wenn man ihm empfiehlt: Simuliere das doch mal „kurz“ in Eznec oder mmana. Doch genau das machen viele OMs. Wer bitte kann bei solch denkbar ungünstigen Voraussetzungen eine Simulation mit einem der genannten Programme überhaupt reproduzierbare Ergebnisse erwarten? Wer kennt seine Bodenverhältnisse soweit, dass er weiß, was er dort berücksichtigen muss? Was macht das Blechdach aus meiner Symmetrie? Wie beeinflusst die Hauswand den Dipol und die vielen Knicks?

Manchmal denke ich, wo ist nur der Forscherdrang von geblieben? Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich meinen ersten Drahtdipol für Kurzwelle mit der Hand am Arm berechnet habe, dann einfach aufgespannt und zurückgefaltet, solange, bis das SWR in Ordnung war. Und dann einfach mal Betrieb gemacht und ausprobiert, Baken gehört und verglichen! Nein, irgendwie macht das keiner mehr. Hier vertrauen manche auf die schönen bunten Bildchen der Simulation, schalten das Hirn ab und fangen erst gar nicht an, etwas aufzubauen, wenn nicht die überproportionalen Ergebnisse zu erwarten sind.

Warum haben viele unserer wirklich verrückten Antennen funktioniert? Vielleicht, weil wir einfach nicht genau wussten, was tatsächlich passiert? Und ist es nicht wirklich so, dass die Antenne, die bei OM Fritz funktioniert bei OM Franz völlig daneben sein kann? Wo ist unser Ausprobiergeist geblieben?

Wer wieder zu basteln anfängt und mit einfachen Mitteln die Grundberechnung macht und tatsächlich mit „Try an Error“ arbeitet, der wird vielleicht manche Stunde mehr an der frischen Luft sein als an der Station, er wird aber auch mehr Erfahrung sammeln bezüglich was geht und was nicht. Praxis ist durch nichts zu ersetzen, außer durch noch mehr Mut zur Praxis.

Wer einen stark begrenzen Bauraum für seine Antenne hat, der sollte bitte nicht bei OM Peter fragen, der den Fullsize-Dipol für 160m an der kurzen Seite seines Grundstücks in 40m Höhe aufgespannt hat, denn der wird immer behaupten, dass die 27m Draht mit Tuner in 8m Höhe nie wirklich funktionieren werden…

In diesem Sinne, scheut euch nicht, eure Gedanken von Antennen, wenn sie wenigstens halbwegs der Physik entsprechen, einfach auszuprobieren. Wenn ich nur einen doppelt gefalteten Dipol bauen kann, wird dieser die beste Antenne sein, die ich bekommen kann. Und selbst ich, mit meiner „speziellen“  Kugelantenne nach dem Prinzip von DL7AHW, erreiche Moskau, Arabien und die USA. Vielleicht nicht immer und nicht so stark wie bei manch Anderem, aber es geht! Und das ist für mich die beste Antenne, weil ich keinen großen Draht spannen darf.

In diesem Sinne wünsche ich allen viel Freude in der kommenden Bastelperiode.

Euer Stefan, DL8SFZ

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Neues von DMR (von Stefan, DL8SFZ)

Filed under: Aktuelles | dj4pk @ 2014-12-03 10:49:42 am

Hallo liebe Leser, es gibt für die Neulinge der DMR-Funktechnik ein paar interessante Informationen. Wie bei meinem letzten Posting zu DMR sprach ich immer wieder von den einzelnen Talkgroups und deren Funktionalität. Der eine oder andere von uns erinnert sich vielleicht noch:

Talkgroup 1 (TG1) – Weltweit
TG2 – Europa
TG262 – Deutschland
TG20 – DACH (Deutschland, Österreich, Schweiz)
TG8 – Regional
TG9 – Lokal

Es gibt im Prinzip zwei DMR-Netze zwischen denen man wählen kann. Das Motorola-Netz und das Hytera-Netz. Das Motorolanetz funktioniert nach wie vor mit diesen Talkgroups in dieser Verteilung. Aber das Hytera-Netz hat seit kurzem eine sehr interessante Neuerung: Hier gibt es nicht mehr nur Talkgroups, sondern auch regionale Reflektoren, die man anwählen kann. Was ist nun der Vorteil?

Auf dem Motorolanetz ist es nach wie vor so, dass wenn man einen Funkfreund irgendwo in Deutschland rufen will, einfach auf der „TG262″ ruft. Somit aktiviert man alle Relais in ganz Deutschland. Dies ist nicht wirklich effizient und passt nur, wenn man nicht wirklich weiß, wo sich dieser Funkfreund befindet.

Das Hyteranetz hat dazu auf dem „Zeitschlitz 2″ die Funktion eingeführt, dass man gezielt vorwählen kann, wo mein Ruf ausgesendet werden soll. So kann ich hier in Baden-Württemberg den Reflektor 4006 für das Ruhrgebiet wählen und z.B. ganz gezielt nur dort meinen Ruf absetzen. Das spart Strom, Kapazität und erhöht die Flexibilität gezielter rufen zu können.

Wer bereits mit D-Star gearbeitet hat, der kennt das Prinzip und wird sich sehr schnell damit zurechtfinden.

Und was ist mit dem Motorolanetz?

DMR entwickelt sich kontinuierlich weiter. Im Moment ist Hytera mit etwas Vorsprung dabei. Auch Motorola wird wahrscheinlich in absehbarer Zeit mit ähnlichen Features aufwarten. Hier arbeiten die Kollegen an Lösungen, bei denen sie in großem Umfang Probleme überwinden müssen. Es wird aber spannend bleiben, was hier noch alles kommen wird.

Für diejenigen, die sich am Notfunk beteiligen wird DMR ebenfalls eine interessante Spielwiese bleiben. Durch die Anbindung von DMR-Relais an das HamNet wäre es durchaus möglich, bei Ausfall des Internets trotz allem Funkkontakt über die Relais zu halten. In Österreich ist dies bereits schon mehrfach umgesetzt. Schauen wir mal, bis wann DB0FST, wenn es dann online ist, ebenfalls diesen Schritt machen kann.

Gruß
Stefan, DL8SFZ

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